Sonnenkinder
Großtagespflege Rosenheim

Pädagogische Konzepte

Damit es übersichtlich bleibt haben wir im Folgenden die Schnittstelle unserer pädagogischen Konzepte dargestellt. Da wir die Betreuung unabhängig voneinander anbieten und jedes Kind einer Bezugsperson zugeordnet ist, ergeben sich  unterschiede  in unserem pädagogischem Handeln und unseren jeweiligen Konzepten. Bei einem Kennenlerntermin mit der in Frage kommenden Bezugsperson wird diese Ihnen genauere Informationen über ihr individuelles pädagogisches Konzept geben.

Wir wünschen uns für die Sonnenkinder die bestmögliche Umgebung um sich individuell entwickeln zu können. Jedes Kind ist einzigartig und kommt mit den verschiedensten Begabungen, Neigungen und Interesssen auf die Welt. So möchten wir in gemütlichen Räumlichkeiten ein liebevolles und sicheres Beziehungsverhältniss schaffen und ihnen ihre eigene Entwicklungszeit geben, die sie benötigen.

Um dies zu ermöglichen setzen wir uns intensiv mit verschiedenen pädagogischen Ansätzen auseinander und ziehen das, unserer Meinung nach, Wichtigste aus den einzelnen Richtungen heraus und setzen dies nach unseren Möglichkeiten um. Einen besonderen Einfluss hat die Waldorfpädagogik auf unser pädagogisches Handeln. Hanna hat sich zudem intensiv mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Montessoripädagogik auseinander gesetzt. Und Madeline hat nach der Ausbildung zur Erzieherin das Waldorfseminar besucht und ein breites Wissen über die Waldorfpädagogik erlangt.

Aspekte die wir beide für besonders wichtig halten sind:

  • die Erziehung auf Augenhöhe hin zur Selbstständigkeit
  • ein liebevoller und respektvoller Umgang miteinander
  • das freie Spiel
  • frische Luft, Regen und vor allem Sonnenschein
  • Strukturierter Tagesablauf, Lieder und Rituale


Erziehung auf Augenhöhe hin zur Selbstständigkeit

Die Möglichkeit viele alltägliche Dinge selbst tun zu können und zu dürfen lässt das Selbstvertrauen der Kinder wachsen und fördert die Selbstständigkeit. Deshalb wurde bei der Einrichtung besonders darauf geachtet, dass die Möbel auf Augenhöhe der Kinder sind und sie alles alleine erreichen können. Es sind alle Spielsachen schnell und selbstständig zu erreichen, das Geschirr und Besteck ist auf Kinderhöhe, wodurch sie selber den Tische decken können, sie können sich selbstständig ihren Becher am Wasserspender auffüllen uvm. Dabei lernt das kleine Kind nicht durch Belehrung, sondern am Vorbild der Erwachsenen. So ist uns auch bewusst, dass wir immer Vorbildfunktion für die kleinen sind. Bei lebenspraktischen Tätigkeiten, wie Frühstück zubereiten, Tisch decken, kochen, backen oder Händewaschen, kommt so das Kind in die Nachahmung und übt sich ganz von selbst.

Liebevoller und respektvoller Umgang miteinander

Der Grundstein für die Kinder ist, dass sie sich wohlfühlen und so angenommen werden wie sie sind. Nur so können sie sorglos und neugierig die Welt zu erforschen.

Durch einen liebevollen und wertschätzenden Umgang wird die Bindung zu den Tageseltern gestärkt, sowie der Selbstwert und das seelische Wohlbefinden der Kinder gefördert.

Das freie Spiel

Kinder sind von Natur aus fantasiebegabt. Das freie Spiel fördert in besonderer Weise die Kreativität und die Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Oft sind es die ganz einfachen Spiel- und Baumaterialien, welche die reiche Fantasie der Kleinen ansprechen. Aus diesem Grund gibt es viel Naturmaterial und einfach gehaltenes Spielzeug die keinem festgelegten Zweck erfüllen. Aus einem Holzklotz entsteht plötzlich ein Auto oder ein Haus, jenachdem was das Kind im Spiel gerade braucht.

Aber auch die Sozialkompetenzen und die Fähigkeit sich in unserer Gesellschaft zurecht zu finden. Häufig werden Situationen nachgespielt und somit geübt, die aus unserem Alltag und dem gemeinsamen Miteinander entlehnt sind. Im freien Spiel können Kinder nachweislich am besten lernen.

Frische Luft, Regen und vor allem Sonnenschein

In der Zeit auf dem Spielplatz, im Wald oä. können viele Sinneserfahrungen gemacht werden. Die Natur bietet die besten Möglichkeiten, auf vielfältigste Weise alle Sinne anzusprechen. Beispielsweise fühlt sich jedes Wetter oder jede Jahreszeit anders an. Mal ist der Boden matschig, mal staubtrocken und mal mit Blättern bedeckt. Dies bietet unzählige sensorische Erfahrungsmöglichkeiten.

Bewegung ist ein elementares kindliches Bedürfniss. Draußen können die fein- und vorallem grobmotorischen Fähigkeiten auf natürlichster Weise geübt werden.

Als Nebeneffekt stärkt die Natur zudem unser Immunsystem und außerdem gibts durch die Sonne eine extra Portion Glück in Form von Vitamin D.

Erinnern wir uns doch mal an die eigene Kindheit zurück. — Wo waren da ihre schönsten Erlebnisse und Momente?


Strukturierter Tagesablauf, Lieder und Rituale

Wichtig ist uns ein strukturierter Tagesablauf. Durch einen wiederholten Rhythmus erfährt das Kind Sicherheit und Vertrauen. Der regelmäßig wiederkehrende Ablauf eines Tages, einer Woche, gibt den Kindern Sicherheit und Geborgenheit: Sich wiederholende Aktivitäten erleichtern die Orientierung in der Lebenswelt und erlauben so die Entwicklung einer alters entsprechenden Selbständigkeit.

Zudem gestalten Lieder und Rituale unseren Tag bei den Sonnenkindern. "Aufräumzeit, ist soweit..." Mit diesem Lied wissen die Kinder, dass nun aufgeräumt werden muss. Als Ritual gibt es beispielsweise unser "Goldtröpfchen" vor dem Schlafen gehen. (Ein wohlriechendes Lavendelöl fürs Händchen) oder die Kerze, die täglich mit einem Sprüchlein vor dem Essen angezündet wird. Der Morgenkreis wird mit einer Klangschale eröffnet und beginnt mit einem Begrüßungslied, hierbei werden der Jahreszeit entsprechende Lieder gesungen, Fingerspiele oder kleine Puppenspiele durchgeführt.

Nicht nur uns sondern auch den Kindern erleichtern diese täglich wiederkehrenden Rituale den Tagesablauf und die Kinder wissen ohne große Aufforderung oder Ermahnung was nun zu welcher Zeit geschieht.

Tagesablauf:


Hanna Biermann

Madeline Herden

07:30-08:00

Bringzeit

Bringzeit

08:15

Frühstück

Frühstück

09:00

Morgenkreis

Morgenkreis

09:15-11:30

Freispielzeit (drinnen, auf dem Spielplatz, Wald oder Wiese)

Freispielzeit (drinnen, auf dem Spielplatz, Wald oder Wiese)

11:30-12:00

Mittagessen

Mittagessen

Ab 12:00

Mittagsschlaf

Mittagschlaf

13:35


Abholzeit Halbtagskinder

14:50-15:00

Abholzeit Halbtagskinder




Zwischenmahlzeit



Freispielzeit (drinnen oder auf dem Spielplatz)/Kinder werden vereinzelt abgeholt



Abholzeit Ganztagskinder

Essensangebot:

Zum Trinken:

Wasser und selten Tee

Zum Frühstück:

Müsli oder Brote (nicht süß)

Zu Mittag:

selbstgekochte, warme Mahlzeit

Bei den Zwischenmahlzeiten:

Obst, Rohkost, Knäckebrot oder Reiswaffeln

Der Grundstein der Ernährung wird in der frühen Kindheit gelegt, deshalbt ist für uns eine gesunde Kost sehr wichtig. Wir verwenden daher vorwiegend biologisch erzeugte und möglichst wenig verarbeitete Produkte!


Räumlichkeiten

Nicht nur das pädagogische Handeln, sondern auch die räumliche Umgebung ist ein entscheidender Faktor, für die kindliche Entwicklung. Aus diesem Grund ist uns eine schöne, anregungsreiche Umgebung sehr wichtig, in der sich die Kinder geborgen und aufgehoben fühlen.

Unser schöner großer Gruppenraum ist durch die vielen Fenster und die Einrichtung sehr hell und freundlich. Wir versuchen in unseren Räumlichkeiten stets eine gemütliche, sanfte und fröhliche Wohlfühlathmosphäre für die Kinder zu schaffen. Es werden möglichst natürliche und schadstoffarme Möbel, Gegenstände und Spielmaterialien verwendet. Außerdem achten wir darauf, dass die Umgebung der Kinder viele Fähigkeiten fördert.

Es gibt viele verschiedene einfach gehaltene Spielmaterialien, die die Phantasie, Kreativität und Sinne anregen und die Feinmotorik fördern. Zum Beispiel Bauklötze, eine Motorikschleife, Bienenwachsknete, Tücher, Wachsmalstifte etc..

Dadurch, dass die meisten Spielmaterialien keinen festgelegten Zweck erfüllen, wird die Kreativität der Kinder gefördert.

Die sensorischen Erfahrungsmöglichkeiten sind durch die Vielzahl an Naturmaterialien besonders groß. Es gibt kuschelige Felle, weiche Kissen, geschmeidige Tücher, warmes Holz, kalte Edelstahlbecher, Teppiche mit spannender Textur, matschige Knete. Aber es gibt auch viele Gerüche zu entdecken, das Duften der Bienenwachsstifte oder -knete, das Holz und das Öl der Möbel und Spielsachen, Speisen die täglich frisch zubereitet werden, verschiedene Obstsorten und ganz vieles mehr.